Grundlagen: Was ist Blutzucker?
Der Blutzucker beschreibt, wie viel Glukose (Zucker) im Blut gelöst ist. Glukose ist einer der wichtigsten Energielieferanten des Körpers. Sie wird gebildet, indem Kohlenhydrate aus der Nahrung im Körper in Glukosemoleküle aufgespalten werden. Wenn Du Kohlenhydrate isst, steigt Dein Blutzuckerspiegel automatisch an. Der Blutzuckerwert unterliegt ständigen Schwankungen und es ist ganz normal, dass der Zuckerwert nach dem Essen ansteigt und leicht erhöht ist. Problematisch wird es jedoch, wenn der Blutzucker zu rasant in die Höhe getrieben wird und danach ebenso schnell wieder absinkt.
Wie wirken sich Blutzuckerschwankungen aus?
Sobald Glukose in eine Zelle gelangt, wird diese in Energie umgewandelt. Die Kraftwerke, die hierfür verantwortlich sind, sind mikroskopisch kleine Organellen, die Mitochondrien. Daher werden diese auch als “Kraftwerke der Zellen” bezeichnet. Unsere Mitochondrien funktionieren allerdings nur dann optimal, wenn eine konstante Glukosezufuhr vorhanden ist. Wenn unser Blutzuckerspiegel jedoch in die Höhe schießt, wird die Glukose zu schnell in die Zellen geleitet und unsere Mitochondrien können ihre Arbeit nicht mehr effizient erledigen.
Bei einer sogenannten Glukose-Spitze gelangt also mehr Glukose in die Zellen, als unsere Mitochondrien verwerten können. Passiert dies regelmäßig, kommt es zu einer Reihe negativer Auswirkungen, die bei jedem Menschen ganz individuell ausfallen. Kurzfristig reichen diese etwa von Heißhunger-Attacken, Schlafproblemen, ständigem Hungergefühl und Müdigkeit bis hin zu Migräne. Langfristig können sich Hautprobleme wie Akne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und sogar ein höheres Krebsrisiko ergeben.